Das Projekt „Text-Checker“

Das Projekt „Text-Checker“ bietet Jugendlichen als lebensweltlich orientiertes Projekt eine erneute Möglichkeit, einen Zugang zur deutschen Sprache zu finden. Hier kooperiert die Realschule Senne mit der Stadt Bielefeld, der RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien), der AWO Bielefeld (Arbeiterwohlfahrt Bielefeld), der Universität Bielefeld und der Bezirksregierung Detmold. Darüber hinaus gibt es einen Austausch der Lehrkräfte mit den Lehrkräften der anderen Projektschulen (Hauptschulen, anderen Realschulen, Berufskollegs und Förderschulen), da dieses Projekt durch eine gemeinsame Fortbildung begleitet wird, die neben dem Austausch auch immer neue Impulse setzt.

Ermittelt werden die Projektschülerinnen und Schüler auf der Grundlage einer Diagnose der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7, die von der Universität Bielefeld durchgeführt wird. Hier wird zum einen mit dem LGVT die Lesekompetenz diagnostiziert und zum anderen auf der Grundlage einer Schreibprobe die Fähigkeit, sprachlich richtige und dem Alter angemessen komplexe Texte zu verfassen.

So erhalten wir als Schule auch eine Rückmeldung über den Erfolg unserer Fördermaßnahmen in der Erprobungsstufe. Die Ergebnisse des LGV-T 6 führen dazu, dass einzelne Schülerinnen und Schüler aufgefordert werden, an dem Projekt teilzunehmen. Sollten keine pädagogisch nachvollziehbaren Argumente vorgetragen werden, kann auf dem Zeugnis eine Bemerkung gemacht werden, die darauf hinweist, dass dem Schüler oder der Schülerin ein Angebot gemacht worden ist, das er oder sie abgelehnt hat.

Anderen Jugendlichen, bei denen zwar ein Förderbedarf besteht, der jedoch weniger stark ist, wird ein Angebot gemacht, mitzuarbeiten, das abgelehnt werden kann. Interessierte Schülerinnen, die einfach Spaß daran haben, mitzuarbeiten, können sich melden und ggf. freiwillig das Projekt unterstützen.

Im Projekt an der RS Senne arbeiten wir in einer Projektgruppe von 16 Schülerinnen und Schülern mit jeweils einer Lehrkraft der Schule und einer sozialpädagogischen Fachkraft, die über die AWO vermittelt wird, wöchentlich 60 Minuten, die Stunde liegt in der Förderschiene des Jahrgangs 7. Eine zusätzliche Wochenstunde wird für Erkundungsfahrten geblockt im Halbjahr verwendet. Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist die Erstellung eines Freizeit-Guides von jungen Leuten für junge Leute der Rahmen, in dem alle Projektgruppen arbeiten. Dies bedeutet, dass die Projektgruppen spannende Orte aufsuchen, und darüber berichten, wie man dort hinkommt, welche Kosten einzuplanen sind, was man dort konkret vorfinden kann und ob es sich auch für andere Jugendliche lohnt, diese Orte aufzusuchen.

Selbstverständlich formulieren die Schülerinnen und Schüler die notwendigen Elternbriefe selbst und ermitteln eigenständig, wie alle von A nach B kommen.

Eine öffentliche Würdigung erhält das Projekt dadurch, dass es einen Austausch zwischen den Projektschulen gibt (zuletzt: Februar 2012 in der Universität Bielefeld) und der Freizeit-Guide auf der Homepage der Schule einzusehen ist. Seit dem Schuljahr 2010/2011 wird auch ein Flyer produziert, den die Schüler verteilen können.

Stand: 11.2013/Su