Förder-/Forderkonzept

Maßnahmen zur individuellen Förderung

Im Rahmen unseres Förder/Forderkonzepts möchten wir Ihr Kind entsprechend seiner Leistungen fördern bzw. fordern.

Maßnahmen 2013/2014

Um Sie als Eltern zu informieren und zu beraten, veranstalten wir Elternseminare zu verschiedenen Themenfeldern. Diese Elternseminare finden als Workshops statt. Zu unserem Programm gehören die Themen „Schwerpunkttage“, „LRS“, „Rechenschwäche“ und „Gemeinsamer Unterricht“. Darüber hinaus bietet das Beratungsteam Workshops zu weiteren Themen an(Pubertät, Sucht, AD(H)S, Internet, Mobbing). In der Regel leiten Kollegenteams diese Workshops, die durch Fortbildungsmaßnahmen besonders qualifiziert sind. Gute Erfahrungen haben wir auch mit externen Experten gemacht, die wir zusätzlich eingeladen haben.

Schwerpunkttage

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen sei 2003 regelmäßig an Schwerpunkttagen teil, an denen unter den Aspekten „Methode“, „Kommunikation“ und „Team“ unterschiedliche Kompetenzen systematisch eingeführt werden. Vereinbarte Pflegemaßnahmen sichern die regelmäßige Anwendung des Gelernten. Ziel der Schwerpunkttage ist es, Schülerinnen und Schüler in den Stand zu setzen, selbstständig zu arbeiten. Unter dem Stichwort „Unterrichtsentwicklung“ wird diese Arbeit ausführlich dargestellt.

Förder/Forderunterricht

Alle Schülerinnen und Schüler nehmen bei uns am Förderunterricht teil. Er wird in allen Jahrgängen einstündig erteilt, außer im Jahrgang 7, wo zwei Stunden gefördert wird. Wir arbeiten in Förderbändern, so dass der gesamte Jahrgang zur gleichen Zeit Förderunterricht hat. Dies ermöglicht, Schülerinnen und Schülern unter gesonderten Gesichtpunkten in Kleingruppen arbeiten zu lassen.

Wir schreiben für jeden Schüler einen Förderplan, der sich am Curriculum der Hauptfächer orientiert. Der Klassenlehrer legt in Absprache mit den Fachlehrern fest, an welchem Schwerpunkt gearbeitet werden soll. Um Absprachen der Kollegen untereinander zu ermöglichen, sind pägagogische Konferenzen im Rahmen von Lehrerkonferenzen in einem vierteljährlichen Rhythmus geplant. Die Förderpläne werden im Raum des Klassenlehrers verwahrt, so dass sie für Schüler, Klassenlehrer und Fachkollegen zugänglich sind, um Ergänzungen machen zu können und zu verhindern, dass Bögen verloren werden. Darüber hinaus dienen diese Förderpläne als Gesprächsgrundlage bei der Lernberatung und beim Eltern- bzw. Schülersprechtag. Der Schüler selbst führt einen Dokumentationsbogen, in dem er sein Arbeit vermerkt und reflektiert. Dieser ist in der Fördermappe abzuheften, die jeder Schüler jeden Tag mitbringt.

In der Regel erteilt der Klassenlehrer im Klassenverband den Förderunterricht. Im Förderband sind die Hauptfächer durch Fachlehrer abgedeckt, so dass fachlich kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten hier mit Selbstlernmaterial an ihren individuellen Stärken und Schwächen, das die Fachkonferenzen zusammengestellt haben. Die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler im Förderunterricht wird nicht benotet, allerdings wird ihr Engagement in drei verschiedenen Stufen auf dem Zeugnis unter der Rubrik „Bemerkungen“ gewürdigt.

Aus den Klassenverbänden werden Schüler mit besonderen Stärken oder Schwächen zu unterschiedlichen Eränzungsgruppen zusammengezogen, die parallel zur Stammgruppe arbeiten.

Diese sind jeweils auf die Bedürfnisse der Jahrgangsstufe abgestimmt. So können in der Erprobungsstufe nach Bedarf die Gruppen „LRS“, „Rechenschwäche“, „Konzentation“ und „Arbeitsorganisation“ stattfinden. In dem Jahrgang 7 und 8 kann an dem Projekt „Textchecker“ teilgenommen oder eine Lernberatung aufgesucht werden. In den Jahrgängen 9 und 10 werden zusätzlich Angebote des Berufberatungsteams gemacht, Forderkurse Mathematik mit dem Berufskolleg Senne angeboten, aber auch Intensivkurse im Fach zum Aufarbeiten von Defiziten.

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen und Interessen gibt es im Rahmen der Begabtenförderung an der Realschule Senne darüber hinaus die Möglichkeit, während der Förderstunden ein eigenes Projekt zu planen, umzusetzen und zu präsentieren. Die "AGIQ" ist für Schülerinnen und Schüler gedacht, die über das tägliche Unterrichtsangebot hinaus motiviert sind, sich für ungewohnte und schwierige Aufgaben zu engagieren und herauszufordern.

In den Förderbändern kommen auch Lernpaten zum Einsatz, die einzelne Schülerinnnen und Schüler bei ihrer Arbeit begleiten, ermutigen und unterstützen. Zum einen übernehmen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs diese Aufgaben, nachdem sie eine Anleitung durch eine Lehrerin erhalten haben. Desweiteren unterstützen uns Studenten, die im Rahmen ihrer pädagogischen Ausbildung an der Universität Bielefeld ein Seminar absolvieren. Die Studierenden konzentrieren sich auf die Jahrgänge der Erprobungstufe und den Jahrgang 7.

Im Förderunterricht der Realschule Senne wird auf individuelle Schwächen und Stärken der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen. Es besteht neben dem Förderunterricht die Möglichkeit, sich durch Fachkollegen und ausgewählte Ansprechpartner beraten, beziehungsweise sich zu außerschulischen Beratern vermitteln zu lassen.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 bieten wir in Kooperation mit dem dem Verein TABULA e.V. unseren Schülerinnen und Schülern in der Erprobungsstufe, die einen lernpaten haben, eine Ferienschule an. Hier wir Jugendlichen ein Bildungsangebot zusätzlich zur zum Unterricht gemacht. Für den Sommer 2013 organisiert die Schule ein ortsnahes Angebot, das durch die Initiative von Eltern und engagierten Bürgern und TABULA ins Leben gerufen wird.

Inhalte des Förderunterrichts in den Hauptfächern

Die Fachkonferenzen haben die folgenden Inhalte verbindlich für den Förderunterricht festgelegt.

Englisch

Im Förderunterricht der Realschule Senne wird auf individuelle Schwächen der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen. Da bei den meisten Schülerinnen und Schüler deutliche Defizite im schriftlichen Bereich erkennbar sind, stehen Diktate, Einsetzübungen sowie das Schreiben kurzer mitteilungsbezogener Texte (zum Beispiel: „about my everyday activities“, „a short letter to a friend“, „invitation cards“ etc) im Vordergrund. Daneben nimmt auch kontext- und situationsbezogene Wortschatzarbeit einen recht großen Raum ein.

In dem Förderunterricht wird auf Ergänzungsmaterialien zum eingeführten Lehrwerk zurückgegriffen. (Förderdiktate, Wordmaster, Radio Chester) LRS-Schülerinnen und Schüler werden behandelt wie alle, allerdings wird hier die mündliche Mitarbeit stärker berücksichtigt.

Als Ansprechpartner für LRS-Probleme im Englischunterricht steht ein/e Fachkollege/-in zur Verfügung.

Deutsch

Der Förder/Forderunterricht im Fach „Deutsch“ vollzieht sich auf zwei Ebenen: Erstens steht allen Schülerinnen und Schülern ein Selbstlernmaterial zur Verfügung, so dass sie die vom Fachlehrer benannten Aspekte eigenständig erarbeiten können. Zweitens, und dies ergibt sich aus der Erfahrung von zehn Jahren Arbeit mit dem Programm der „Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung“ (Reuter-Liehr) bilden wir sowohl im Jahrgang 5 als auch im Jahrgang 6 ein bis zwei Gruppen für Kinder, die dieses Programm ausschließlich erhalten, um ihnen ein zweites, motivierndes, Grundlagen wiederholendes Angebot zum Schriftspracherwerb zu machen. Diese Schülerinnen und Schüler arbeiten ausschließlich in diesem Programm. Damit hat sich der Fachbereich Deutsch entschieden, stärker ressourcenorientiert zu fördern. Seit dem Schuljahr 2012/2013 wird eine Fachkollegin in der Arbeit mit ReLv fortgebildet. Dieses Programm wir ab dem Schuljahr 2013/14 verbindlich im Deutschunterricht in der Erprobungsstufe durchgeführt werden. Gegenwärtig erproben die Fachkollgen 5 erste Bausteine.

Zur Diagnose von Rechtschreibschwierigkeiten wird seit 2002/2003 im gesamten Jahrgang 5 die Hamburger-SchreibProbe 4/5 durchgeführt. In den Schuljahr 2008/2009 und 2009/2010 haben wir die Zusammenarbeit mit dem Lernserver (Sparkassen Stiftung „Förderpakt für Bielefeld“) erprobt, uns jedoch aufgrund der wenig schülergerechten Materialflut wieder dagegen entschieden. Eine fortlaufende Evaluation des individuellen Lernfortschritts ist durch die Hamburger-Schreibprobe 5-9 möglich.

Seit März 2008 starten regelmäßig ein bis zwei weitere Gruppen im Rahmen des Projekts „Text-Checker“, die in Kooperation mit der RAA, der AWO, der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Bielefeld unsere Schülerinnen und Schüler unterstützen, ihre Lesekompetenz zu verbessern. Die Diagnose in dem Jahrgang 6 wurde zunächst wird von der Universität Bielefeld durchgeführt. Mittlerweile diagnostizieren die Fachkollegen Deutsch mit dem LGVT, einem standardisierten Verfahren selbst, um zu entscheiden, wer im Jahrgang 7 am Projekt „Textchecker“ teilnehmen kann.

Im Rahmen der Förder-Forderschiene wird im Jahrgang 8 auf den Lernstand vorbereitet, im Jahrgang 9 werden Defizite (u.a. auf der Grundlage des Lernstands Deutsch) aufgearbeitet. Im Jahrgang 10 bereitet der Förderunterricht schwächere Schülerinnen und Schüler auf die Zentrale Prüfung vor, unterstützt beim Verfassen von Bewerbungen und fordert diejenigen, die die gymnasiale Oberstufe anstreben.

Ansprechpartnerin und Beraterin für Fördermaßnahmen im Bereich „Deutsch“ ist neben den Deutsch-Fachkollegen Frau Sundermann.

Mathe

Im Mittelpunkt des Förderunterricht in den Jahrgängen 5 und 6 steht die Wiederholung und Sicherung der Grundrechenarten. Zur Einstufung der Kompetenzen werden von der Fachkonferenz entwickelte Tests in allen Jahrgangsstufen durchgeführt, damit die Schülerinnen und Schüler individuelle Förder-/Forderbereiche kennen. Ansprechpartner für den Bereich Rechenschwäche und Dyskalkulie ist ein Team bestehend aus Frau Neumann, Herrn Scheuer und Frau Müller.

Stand: 05.2013/Su