Die Erprobungsstufe

Grundsätzliches

Wie in allen weiterführenden Schulen werden die Jahrgänge fünf und sechs als Erprobungsstufe geführt. Die Realschule Senne ist dabei bemüht, allen Schülerinnen und Schülern einen sanften Übergang von der Grundschule zur Realschule Senne zu ermöglichen.
Aus diesem Grund arbeiten die Kollegen eng mit den Grundschulen zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation mit den Grundschulen finden wechselseitige Hospitationen in den Grundschulen und der Erprobungsstufe der Realschule vor dem Übergang zu unserer Schule statt, bei denen sowohl ein Austausch mit den Grundschulkollegen als auch ein erstes Kennenlernen der zukünftigen Schülerinnen und Schüler ermöglicht wird. Desweiteren finden in jedem Schuljahr vier Erprobungsstufenkonferenzen statt, zu denen wir die ehemaligen Klassenlehrer/-innen einladen, um die Entwicklung der Kinder, ihren Leistungsstand und ggf. Schwierigkeiten erörtern zu können.
Um diese Absprachen nachhaltig zu machen, sind im Schuljahr 2008/2009 Kooperationsverträge mit der Grundschule Windflöte, der Buschkampschule und der Bahnhofschule abgeschlossen worden, die die Aufgaben festschreiben. Seit dem Schuljahr 2011/2012 kooperieren wir auch mit der Vogelruthschule. Konkret gibt es neben den gemeinsamen Konferenzen auch inhaltliche Absprachen im Fach Deutsch, eine schulformübergreifende Informatik-AG und das Projekt „Die Vorleser“, bei dem Schüler des 10. Jahrgangs die Klassen der Grundschulen besuchen.

Um die Klassenleitung effektiv gestalten zu können, erteilen die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Unterricht auch fachfremd. Darüberhinaus wird eine wöchtliche Klassenlehrerstunde und LionsQuest vom Klassenlehrer erteilt. Wir erreichen durch dieses „Klassenlehrerprinzip vor Fachlehrerprinzip“ ein umfangreicheres Stundenvolumen, um den Schülerinnen und Schülern ein Ansprechpartner zu sein.

Wir, das Kollegium, legen großen Wert auf eine offene, vertrauenvolle und konstruktive „Eltern-Schüler-Lehrer-Kooperation“. Denn um unseren Schülerinnen und Schülern eine opitmale Schullaufbahn zu ermöglichen, sind wir auf diese angewiesen. Um einen direkten Kontakt zwischen Eltern und Lehrern herzustellen, lassen wir jedes Schuljahr einen Schülerkalender drucken, der als Hausaufgabenheft, Mitteilungsbuch und Kalender täglich genutzt wird. Neben dem Gespräch mit Klassenleitung und Fachlehrern bieten wir Eltern auch gezielte Beratung in verschiedenen Bereichen an. Neben unserem qualifiziertem Beratungsteam bieten auch Fachkollgen zu bestimmten Themen „Elternseminare“ an. Diese finden dann samstags statt.

Ansprechpartner und verantwortlich für die Organisation der in der Erprobungststufen anfallenden Aufgaben ist Frau Sundermann, die als 2. Konrektorin die Arbeit in der Erprobungsstufe koordiniert.

Zur praktischen Arbeit

Der Fachunterricht in der Erprobungsstufe orientiert sich an den im Kapitel „Unterricht“ dargestellten Grundsätzen. (Vgl. auch Kapitel Unterricht) Jedoch ergeben sich aus diesen Überlegungen auch weitere Arbeitsschwerpunkte für die Jahrgangsstufen 5 und 6, die im Folgenden exemplarisch für das erste Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 erläutert werden: Alljährlich laden wir herzlich zum Tag der offenen Tür ein. Hier stellen sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler die neuen Fächer, die Fachräume und das Gebäude vor. Vor den Sommerferien gestaltet der Jahrgang 5 einen Begrüßungsnachmittag, an dem die zukünftigen Schülerinnen und Schüler den neuen Klassenlehrer bzw. die neue Klassenlehrerin kennen lernen können.

Beim Einleben in die neue Schule helfen Paten aus höheren Klassen. Die Schülervertretung organisiert Feste (zu verschiedenen Anlässen: zum Beispiel Halloween oder Karneval) und Seminare (Arbeitsschwerpunkte der SV), um die neuen Schülerinnen und Schüler in die Schulgemeinde zu integrieren.

Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler zu einem eigenverantwortlichem Lernen befähigen. An die in der Grundschule bereits erworbene Methoden-, Kommunikations- und Teamfähigkeit der Kinder wollen wir anknüpfen. Deshalb findet zu Beginn des Schuljahres eine Einführungswoche statt, in der Orientierungshilfen für den Schulalltag gegeben werden. So sollen die Eingewöhnung in das neue Lernumfeld (Schulgelände und Schulgebäude) vereinfacht, das Bekannmachen mit den neuen Ansprechpartnern (Schulleitung, Sekretärin, Hausmeister, Paten, ...) erleichtert und praktische Hilfestellungen zur Bewältigung des Schulalltags (Führen eines Hausaufgabenheftes, Beschriften von Mappen, ...) gegeben werden. Diese Einführungswoche wird vom Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin gestaltet. Darüber hinaus finden Schwerpunkttage zu den Themen „Mappenführung“, „Effektives Lernen 1 und 2“, „Hausaufgaben und Klassenarbeiten vorbereiten“, „Mündliche Mitarbeit“ und „Konzentriert zuhören“ statt, die hier erworbenen Fähigkeiten werden durch sogenannte „Plegemaßnahmen“ in den Fächern eingeübt und vertieft. (Vgl. auch „Unterrichtsentwicklung“) Um Eltern in diese Prozesse stärker einzubinden, bieten die Klassenlehrer/-innen an, ausgewählte Themen an pädagogischen Elternabenden kennen zu lernen und auszuprobieren.
Mit dem Programm „Erwachsen Werden“ sollen die Schülerinnen und Schüler den Umgang miteinander im Fach „LionsQuest“ 1 Stunde/Woche verbessern. (Vgl. „LionsQuest“)

Mittelfristige Ziele der Arbeit in der Erprobungstufe

  • Ausbau der Zusammenarbeit mit den Grundschulen durch die Planung und Durchführung gemeinsame Unterrichtsvorhaben
  • Stärkung der Elternarbeit durch fest terminierte pädagogische Elternabende

Stand: 08.2012/Su

Schematische Übersicht zur Arbeit in der Erprobungsstufe im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 5